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Markt Markt Schwaben  |  E-Mail: poststelle@markt-schwaben.de  |  Online: http://www.markt-schwaben.de

KUMS Markt Schwaben unterstützt die Energiewende mit einem Blockheizkraftwerk

„Die Heizzentrale für unsere Energieversorgung „Am Erlberg“ geht spätestens im Herbst 2017 ans Netz!“ Mit vollen Elan machten sich die Vorstände des Kommunalunternehmens Markt Schwaben (KUMS) Martha Biberger und Bernhard Wagner nach den Sommerwochen an die Arbeit: Die Energielösung für das Fernwärmenetz im Zentrum der Marktgemeinde steht fest und soll nun schnellstmöglich umgesetzt werden.

 

„Um den optimalen Energielieferanten für unser Fernwärmenetz in Markt Schwaben zu finden, haben wir alle infrage kommenden Möglichkeiten sehr gewissenhaft ausgelotet.“ Rückblickend, so die KUMS-Vorstände, war das nicht einfach. Nachdem der Traum einer eigenen Geothermie nicht weiter verfolgt werden konnte; ein Gutachten ergab Temperaturanomalien ausgerechnet auf dem Grund der Marktgemeinde und damit unwägbare finanzielle Risiken, mussten andere Wege verfolgt werden. Sowohl eine Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Natur GmbH, die ihre Fernwärme in der Nachbargemeinde Poing bereits seit Jahren erfolgreich aus zwei Bohrungen fördert, als auch eine Energieversorgung aus einem Hackschnitzelwerk, wurden in Betracht gezogen. Stets den Anspruch erfüllend, eines Tages dennoch auf Fernwärme aus der Geothermie umstellen zu können.

Überzeugt hat schließlich ein stromgesteuertes Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, das mit Erdgas als Energieträger betrieben werden soll. Bereits am 13.06.2016 stellte Oliver Berghammer, Geschäftsführer der Energieagentur Moosburg, dem Marktgemeinderat ein interessantes Gesamtkonzept vor. Das bestehende Fernwärmenetz in Markt Schwaben verfüge über gute Ausbaupotentiale. Der Bau eines BHKW mit nebenstehendem Pufferspeicher zur marktgerechten KWK-Stromerzeugung (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung) führe zum Erreichen eines sehr guten Primärenergiefaktors und einer guten CO2-Bilanz, so der Ingenieur. Dies wiederum würde mit entsprechenden Fördermitteln belohnt und könne zu einer schnellen Amortisierung des Projektes beitragen. Insbesondere der Ausbau des Leitungsnetzes könne mit bis zu 30 % bezuschusst werden.

 

Ein weiterer Vorteil eines modernen Blockheizkraftwerkes mit Kraft-Wärme Kopplung sei seine effiziente Doppelnutzung. „Die Fernwärme, die wir in unsere Leitungen einspeisen, entsteht quasi als Nebenprodukt bei der Stromerzeugung“, erläutert Bernhard Wagner. „Der Strom wiederum wird von einem Direktvermarkter abgenommen und dem KUMS zusätzlich vergütet“. Entscheidend ist, dass die Stromeinspeisung bedarfsgerecht erfolgt und so eine sinnvolle Ergänzung zu Sonnen- und Windenergie ist. Die Marktgemeinde leiste damit einen echten Beitrag zum Klimaschutz und der vom Landkreis Ebersberg bis 2030 angestrebten Energiewende.

 

Mittlerweile sind Zahlen und Fakten geprüft. Martha Biberger freut sich zurecht: Aufgrund der günstigen Fördervorgaben sei es sogar gelungen für die Baumaßnahmen aus dem Jahr 2015 im Nachhinein Fördermittel in Höhe von ca. 150.000 € zu beantragen. “Das Konzept ist die optimale Lösung sowohl für die Kommune als auch für die Energieabnehmer. Mit dem BHKW wird die KUMS-Wärme konkurrenzfähig. Wir kommen auf einen sehr guten und garantierten Primärenergiefaktor von 0,43, wodurch Förderungen, wie z.B. durch die KfW, auch für Privathaushalte abgegriffen werden können. Damit wird unsere Fernwärme für Neubauer und Sanierer auch finanziell interessant!“

 

Angesichts der klaren wirtschaftlichen und energetischen Vorteile des neu vorgestellten Energiekonzeptes beschloss der Marktgemeinderat am 05.07.2016, den vorherigen Beschluss „Hackschnitzelwerk“ ruhen zu lassen und „eine mittelfristige Energieerzeugung für eine vorübergehende Versorgung mit einem Blockheizkraftwerk mit Erdgas und Stromvermarktung vorzunehmen“.

Seit 01.08.2016 steht nun auch das Areal um den Bauhof als best geeigneter und endgültiger Standort für die Heizzentrale fest. Zunächst war angedacht, den Container nahe der Mittelschule im Ortszentrum aufzubauen. Da der Markt Schwabener Wertstoffhof derzeit aus umweltschutzrechtlichen Gründen umgebaut werden muss, ergab sich diese kostengünstige und zweckmäßige Lösung in Absprache mit dem Landratsamt und dem Bauamt.

 

Besonders erfreut über den soliden Beitrag zur Energiewende zeigt sich Hans Gröbmayr vom Landratsamt Ebersberg. Der Klimaschutzmanager ist vom Erfolg des Markt Schwabener Energiekonzeptes überzeugt: „Hier steht die effiziente Nutzung von Energie an erster Stelle!“

 

Weitere Informationen:

Bernhard Wagner, Tel. 08121/418-29

Martha Biberger, Tel. 08121/418-40

oder per e-mail an: kums@markt-schwaben.de

 

 

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