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Markt Markt Schwaben  |  E-Mail: poststelle@markt-schwaben.de  |  Online: http://www.markt-schwaben.de

Unser umweltfreundliches Wärmeversorgungsnetz wächst

Der Markt Markt Schwaben unterstützt voller Überzeugung das Ziel „Energiewende 2030“ des Landkreises Ebersberg. Schon vor über zwanzig Jahren gab es erste Bürgerinitiativen für eine eigene geothermische Wärmeversorgung. Da sich Geothermie als favorisierte Energiequelle bei uns leider noch nicht wirtschaftlich nutzen lässt, haben wir nach umweltfreundlichen Alternativen gesucht und sie gefunden.

Im Jahr 2009 wurde eine Studie zur Wärmeversorgung für ganz Markt Schwaben erarbeitet, die im November 2009 zum Grundsatzbeschluss eines Netzaufbaus zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung führte. Markt Schwabens Erster Bürgermeister Georg Hohmann rief im Mai 2011 den „Aktivkreis Energiewende“ ins Leben, aus dem erste Alternativkonzepte zur Wärmeversorgung hervorgingen. Als Übergangslösung wurden mobile Heizcontainer errichtet, die auch heute noch in Betrieb sind, aber schrittweise abgebaut werden.

 

Der Markt Markt Schwaben freut sich, dass sich schon viele Hauseigentümer, Gewerbetreibende und Bauträger für die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung der beiden Anbieter nördlich und südlich der Bahnlinie entschieden haben.

 Grossansicht in neuem Fenster: Wärmeversorgung der KUMS und Bayernwerk Natur GmbH

 

 

Bild: Die Wärmeversorgung in Markt Schwaben teilen sich entlang der S-Bahnlinie das Kommunalunternehmen Markt Schwaben AöR (KUMS) und die Bayernwerk Natur GmbH

 

 

Wärmeversorgung nördlich der S-Bahnlinie

 

Im Jahr 1995 gestattete der Markt der Bayernwerk Natur GmbH den Ausbau des Wärmenetzes nördlich der Bahnlinie. Neu errichtet wurde das vollautomatische Biomasseheizwerk im Burgerfeld, das die Bayernwerk Natur verantwortlich betreibt, also einschließlich eines Störungsdienstes rund um die Uhr. Der Einsatz von Biomasse als regenerative Komponente war ausdrücklich gewünscht. Konkret sind es rund 3.000 Tonnen Wald- und Sägerestholz aus der regionalen Forstwirtschaft, die für Heizzwecke und Warmwasserbereitung die Wärme von jährlich rund 9 Millionen Kilowattstunden erzeugen und im geschlossenen Kreislauf über insgesamt fünf Leitungskilometer die Gebäude versorgen. 

 

Da bei der Verbrennung von Biomasse nur die Kohlendioxidmenge freigesetzt wird, die von den pflanzlichen Stoffen der Atmosphäre vorher entzogen wurde, erfolgt die Energieerzeugung Kohlendioxid (CO2)-neutral. Die moderne Biomasseanlage reduziert den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 um circa 1.900 Tonnen jährlich. Das Heizwerksgebäude enthält die gesamte Technik. Der ebenerdige Hallenbau ist in einen Hackschnitzelbunker für die Lagerung der Biomasse sowie einen Technikbereich unterteilt. Hier stehen zwei Biomassekessel und ein Spitzenlast-/Reservekessel auf Heizölbasis.

 

KUMS – unser Wärmeversorger südlich der Bahnlinie

 

Auf Beschluss des Marktgemeinderats wurde im Februar 2014 das Kommunalunternehmen Markt Schwaben AöR, kurz KUMS, gegründet, um betriebswirtschaftliche Aufgaben in der Kommune zu übernehmen. Seit Mitte 2016 engagieren sich nun die beiden Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner zusammen mit dem Verwaltungsrat für die erste große Aufgabe: den Ausbau der umweltfreundlichen Wärmeversorgung südlich der Bahnlinie. 

 

Derzeit entsteht Am Erlberg die neue Heizzentrale, das im Erdgeschoss das hocheffiziente Erdgas-getriebene Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 386 kWel beherbergen wird. Ab Herbst 2017 wird von hier aus über das kontinuierlich wachsende Wärmeleitungsnetz die Wärme in die Häuser gebracht. Überzeugt hat das BHKW aufgrund klarer wirtschaftlicher und energetischer Vorteile. Dank modernster Technologie und der gekoppelten Produktion von Strom und Wärme erreicht das BHKW einen hohen Wirkungsgrad. Es verbraucht weit weniger Primärenergie – Faktor 0,43 – als herkömmliche Energieerzeugung und der CO2-Ausstoß wird deutlich verringert. Dank dieses günstigen Primärenergiefaktors steigert ein Hauseigentümer bei Neubau oder Sanierung den energetischen Wert seiner Immobilie und kann dafür auch noch Fördermittel bei der KfW beantragen.

 

Die Heizzentrale mit dem BHKW wird neu erschlossene Versorgungsgebiete wie auch das bereits bestehende kommunale Wärmenetz speisen, das aktuell schon gemeindeeigene Gebäude wie Altes Schulhaus, Kinderkrippe Zinngießergasse, Mittelschule und demnächst auch das Rathaus versorgt. Die temporäre Heizzentrale an der Mittelschule soll später abgebaut werden, damit schlussendlich kein mobiler Heizcontainer mehr das Ortsbild stört.

 

Wenn ein Straßenzug derzeit noch abseits vom aktuellen Ausbauverlauf der Wärmeleitungen liegt, dann bittet das KUMS die Anrainer trotzdem um ihre konkreten Anträge für einen Hausanschluss zur kommunalen Wärmeversorgung. Diese beeinflussen die Planungen für die Erschließung weiterer Versorgungsgebiete und werden bei der Wirtschaftlichkeitsbewertung berücksichtigt.

 

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